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Werkstattkoordinator/-in im Carrosseriegewerbe

Von / BisInformationen
16.08.2019 bis 26.06.2020Kurs- / Veranstaltungsnummer: 19.4121
Dauer: 2 Semester
Kurszeiten: 08.00 Uhr bis 16.15 Uhr
Wochentag(e): Freitag
Lehrmittel: exkl.
Anmeldeschluss: 17.06.2019
Kurskosten: CHF 5'400.00
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Zielpublikum

Interessenten die mit Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit und ihrem analytischen Denken die Grundvoraussetzung auf dem Weg zur Führungsperson im Carrosseriegewerbe erreichen wollen.

Voraussetzungen

Für das Zertifikat Werkstattkoordinator im Carrosseriegewerbe benötigen Sie die Grundbildung:

  • Carrosserielackierer/-in EFZ
  • Carrosseriespengler/-in EFZ
  • Fahrzeugschlosser/-in EFZ

Inhalt

Die Kompetenzbereiche für das Zertifikat umfassen folgende Ausbildungsinhalte:

W1: Werkstattprozesse
W2: Personalmanagement
W3: Rechtliche Verantwortlichkeiten
W4: Kundenkontakte und Administration

Abschluss

Das Zertifikat "Werkstattkoordinator im Carrosseriegewerbe mit Verbandszertifikat" wird erteilt wenn

  • die Kompetenzbereichsprüfungen W1 bis W4 bestanden sind
  • der kantonale Berufsbildnerkurs und auch der Zusatz "Berufsbildnerkurs PLUS" absolviert ist
  • der Kurs Kundenbeziehungen besucht ist
  • der Kurs "Berufsspezifische Auftragsabwicklung" besucht ist

Kosten

1. Semester: CHF 2900.00
2. Semester: CHF 2500.00
Prüfungsgebühr pro Testatprüfung W1-W4: CHF 200.00; Lehrmittel total ca. CHF 500.00

Die Subjektfinanzierung sieht vor, dass Absolvierende von Bildungsgängen mit eidg. Abschlüssen auf Stufe Berufsprüfungen, finanziell unterstützt werden. Unabhängig vom Wohnkanton haben Teilnehmende Anrecht auf 50% der Kosten, für eidgenössische Berufsprüfungen sind dies maximal CHF 9500.--, für höhere Fachprüfungen maximal CHF 10500.--. Unabhängig vom Prüfungserfolg beantragen die Teilnehmenden die Rückerstattung direkt beim Bund. Eine Vorfinanzierung ist auf Antrag beim Bund möglich. 
Ist Ihr Ziel die eidg. Prüfung zum Carrosseriewerkstattleiter/-in Fachrichtung Spenglerei/Lackiererei oder Fahrzeugbau zu absolvieren? In diesem Fall haben Sie bereits für die Vorbildung Anrecht auf die Unterstützung.

Organisation

Während den Zofinger Schulferien findet kein Unterricht statt.

 

Bericht aus der aktuellen Weiterbildung

Praxiserfahrung für die Werkstattkoordinatoren

Viele sprechen von praxisorientierter Weiterbildung. Wir leben sie. Einmal jährlich unternimmt die Klasse der Werkstattkoordinatoren einen Praxisausflug in ein Schweizer Unternehmen, in welchem die Studierenden das vermittelte Praxiswissen in der täglichen Praxisanwendung im Betrieb erleben.

So fand in diesem März der Ausflug nach Kreuzlingen zum Unternehmen General Dynamics – European Land Systems-Mowag (GDELS) statt. Die ehemalige Mowag Motorwagenfabrik AG verfügt seit bald 70 Jahren über ein grosses Know-How im Fahrzeugbau und ist heute in ihrem Werk am Bodensee in der Produktion von Truppentransportern (Piranha) und anderen Spezialfahrzeugen weltweit führend. In den Werken im Thurgau durfte die Klasse der Werkstattkoordinatoren aber nicht nur technisches Know-How in Form von Maschinenbau, Spenglerarbeiten und Lackierkünsten bestaunen sondern wurde auch in die Abläufe der Führungsmechanismen einer effizient arbeitenden Unternehmung im Hochqualitätsbereich eingeführt.

Die Studierenden erlebten beim Besuch von GDELS-Mowag die Vertiefung und Vernetzung der Inhalte der Ausbildung zum Werkstattkoordinator, indem sie Prozess- und Managementabläufe von Nahem erfahren durften. So konnte ein hoher Level an Vernetzung der Inhalte aus den Unterrichtsmodulen mit der Praxis hergestellt werden. Die Verbindung zwischen Lernumfeld und Praxis stellt einen gewichtigen Teil der Ausbildung dar. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden ihre gewonnenen Erkenntnisse auf den eigenen Betrieb mittels Lerntransfer zu adaptieren und neue erworbenes Wissen gewinnbringend im eigenen Arbeitsumfeld einzubringen.

Spannend war nicht nur das Anschauungsmaterial sondern auch die Ausführungen der Geschäftsleitung, die über die Spannungsfelder in einem hochkomplexen Produktionsbetrieb Auskunft gegeben hat. Von einfachen Werkstattprozessen, Lieferketten bis hin zu politischen Entwicklungen, die man im Auge behalten muss, bieten sich viele spannende Schnittstellen, die es mit gut ausgebildeten und polyvalenten Mitarbeitern zu besetzen gilt. Genau dieser Aufgabe stellt sich die Berufs- und Weiterbildung Zofingen täglich – allen Studierenden eine hochwertige, zukunftsgerichtete Ausbildung anzubieten. Der Mehrwert einer Ausbildung an der BWZofingen soll sich schliesslich nicht nur beim Studierenden manifestieren, sondern auch bei den Unternehmen, die unsere Absolventen zukünftig beschäftigen.

Gerrit Künzel, Leiter Bildungsgang

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